Irans Hauptstadt Teheran: Das Land muss dringend neue Flugzeuge kaufen.

AtomdealIran bestellt 114 Flugzeuge bei Airbus

Die Sanktionen des Westens gegen den Iran wurden aufgehoben. Ein Profiteur davon ist Airbus. Das Land modernisiert die überalterte Flotte mit Fliegern aus Europa.

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Der Iran hat eine der ältesten Flugzeugflotten der Welt – wegen Sanktionen des Westens können Airlines die Flugzeuge teils gar nicht reparieren, geschweige denn ersetzen. Das soll sich bald ändern. Ein halbes Jahr nach dem Atomdeal hat das Land laut der Internationalen Atomenergiebehörde sämtliche Punkte des Abkommens erfüllt. Das heißt: Die wirtschaftlichen Sanktionen sind hinfällig.

Weil sich das bereits abzeichnete, standen die Flugzeugbauer Schlange, um sich lukrative Großaufträge aus dem Land zu sichern, man brauche in den kommenden 10 Jahren rund 500 Flieger, hieß es aus dem Transportministerium vor einiger Zeit. Airbus profitiert nun als erster. Wie die Nachrichtenagentur Tasnim News berichtet, ordert der Iran 114 Flugzeuge beim europäischen Flugzeugbauer. Der Vertrag wurde offenbar schon unterzeichnet. Die Order besteht aus neuen und gebrauchten A320 und A340.

Modernisierung von Iran Air geplant

Laut dem iranischen Entwicklungsminister Abbas Akhoundi sind die Flieger für die staatliche Fluggesellschaft Iran Air vorgesehen. Nach Listenpreisen hätte der Auftrag einen Wert von über 10 Milliarden Euro. Die Flugzeugbestellung sei nur ein erster Schritt, so Akhoundi weiter. Man wolle die Nationalfluggesellschaft rundum erneuern. Nun sei der Weg dafür geebnet.

Auch andere iranische Airlines suchen nach neuen Fliegern. In der Vergangenheit wurde neben Airbus und Boeing auch immer der russische Hersteller Sukhoi als Profiteur der iranischen Luftfahrt-Modernisierung gehandelt. Sukhoi stellt den Regionaljet Superjet 100 her. «Wir erwarten, um die hundert Flieger an den Iran auszuliefern», so Sukhoi-Präsident Ilja Tarasenko im November.

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