Mit Radar gegen Vulkanasche

Dazu rüsteten die Partner einen Airbus A340 mit dem System. Sobald irgendwo auf der Welt ein Vulkan aktiv wird, wird sich der Airbus auf den Weg dorthin machen. Vor Ort wird das Testflugzeug möglichst nahe an der Aschevolke vorbeifliegen um Daten zu sammeln. Zuerst geht es aber in die Sahara-Region. Der Wüstensand in der Atmosphäre westlich von Marroko hat ähnliche Eigenschaften wie Vulkanasche. Avoid misst alle Partikel im Umkreis von etwa hundert Kilometern. Das System übermittelt die Daten auf einen Bildschirm im Cockpit und an die Flugsicherung am Boden. Ähnlich einem Wetterradar, werden die gefährlichen Aschewolken anhand der Daten angezeigt. Den Piloten wird es so möglich sein, diese Zonen wie eine Gewitterzelle zu umfliegen.
100 Flugzeuge sollen ausgerüstet werdenNach erfolgreichem Test wird Easyjet zwanzig seiner Jets mit dem System ausstatten. Die Partner haben errechnet, dass weitere 80 Flugzeuge anderer Fluggesellschaften nötig sein werden, um den test zu einem Erfolg zu bringen. Mit den Daten, welche dieses hundert Flugzeuge sammeln, soll für alle in der Luft eine ständig aktualisiere Darstellung der Aschewolken möglich sein. Das auf Infrarot basierende System gibt es bereits seit 1993. Vor dem großen Ausbruch und der Sperrung des Luftraumes hatten die Fluggesellschaften aber wenig Interesse daran gezeigt. Das hat sich mit Eyjafjallajökull schlagartig geändert. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg verloren die Airlines in dieser Zeit 1,7 Milliarden Dollar.
Anzeige
Meistgelesen
Newsletter Abonnieren
Anzeige
Luftfahrt-Rankings
folgen sie uns auf twitter
Kommentar-Regeln: Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem oder beleidigendem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung.


