Goodbye Online-Check-In

British Airways will nun noch einen Schritt weiter gehen und das Online-Check-In bereits wieder ganz abschaffen. Zunächst probiert die Fluggesellschaft das Modell auf wenigen ausgewählten Flügen aus. Als Testmarkt wurde Frankreich gewählt. Passagiere bekommen dann ohne ihr Zutun 24 Stunden vor Abflug die Bordkarte per Email zugestellt. Wem der zugewiesene Sitz nicht gefällt, kann ihn im Internet noch wechseln.
Nicht uneigennützig
British Airways feiert das als neuen Service für die Passagiere. Vor einer Reise müsse man an so viele Dinge denken - nun sei es eine Sache weniger, so die Fluggesellschaft in einer Pressemitteilung. «Sie müssen dann nur noch Taschen - falls sie welche haben - abliefern und können direkt ins Flugzeug steigen», erklärt Frank van der Post, bei British Airways zuständig für die Kundenzufriedenheit. Der Schritt sei regelrecht «revolutionär». Falls die ersten Testkunden das auch so sehen, soll der Versuch schon im Frühling 2013 ausgeweitet werden. Und falls auch das gut verläuft, will British Airways das Modell schon Ende nächsten Jahres weltweit einführen.
Auch die Airline selbst profitiert von der Änderung. Zum einen wird man so die bei Passagieren recht unbeliebten Mittel-Sitze besser los. Nicht jeder will wohl für einen angenehmeren Sitz extra noch einmal umbuchen. Außerdem leben wir im Zeitalter der Zusatzgebühren, und auch die spielen bei dem Modell eine Rolle. Denn die Passagiere, die sich nicht automatisch zuweisen lassen wollen, haben die Möglichkeit, im Voraus ihre Präferenzen anzugeben und dann auf einen bevorzugten Platz zu kommen. Doch dieser Service soll extra kosten.
Andere Airlines, anderes Vorgehen
Dass es wohl auch um zusätzliche Einnahmen geht, zeigen auch die Modelle anderer Airlines. So kann man sich etwa auch bei der Lufthansa die Bordkarte automatisch zustellen lassen, ohne sich extra selbst einzuchecken. Es ist allerdings nur eine von mehreren Optionen bei der Buchung. Den selbstständigen Online-Check-In abzuschaffen, plant man bei der deutschen Airline nicht. «Es bleibt Bestandteil der Möglichkeiten», so Sprecher Bärwalde.
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