Superjet 100: Doch nicht in der Flotte der Italiener.

Blue Panorama überdenkt Superjet

Die italienische Airline will den russischen Flieger eventuell doch nicht haben. Zumindest eines ist schon klar: Sie kauft weniger Superjets als geplant.

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Russlands Problemflieger Superjet 100 verliert allenfalls einen Kunden. Wie das Fachportal CH Aviation berichtet, verhandelt die italienische Fluggesellschaft Blue Panorama Airlines mit dem Hersteller Sukhoi über eine Annullation oder Anpassung ihrer Bestellung des Kurz- und Mittelstreckenjets. Das bestätigte ein Sprecher der Airline. Die Gespräche liefen aber noch und derzeit plane man weiter mit dem Flugzeug. Nur der Umfang der Order werde sicher angepasst.

Im Jahr 2011 hatte Blue Panorama eine Absichtserklärung über den Kauf von zwölf Superjet 100 unterzeichnet. Gleichzeitig hatte sich die Fluglinie Optionen auf fünf weitere Exemplare gesichert. Nun will sie nur noch vier Superjet kaufen, wie der Sprecher bestätigt.

Unter Gläubigerschutz

Der Rückzug vom Superjet könnte aber eher finanzielle Probleme von Blue Panorama andeuten als ein Misstrauen in den russischen Jet. Die private Linienflug- und Charterairline flüchtete sich am 23. Oktober 2012 unter Gläubigerschutz. Sie erhielt von der Regierung ein Jahr Zeit, ihre Finanzen wieder in den Griff zu bekommen. Seitdem überprüft die Regierung einmal im Monat, wie es um Blue Panorama steht.

In der Flotte von Blue Panorama befinden sich momentan vier Boeing B767 und sechs Boeing B737. Die Fluglinie wurde 1998 gegründet. Im Jahr 2011 transportierte sie zwei Millionen Passagiere.

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