Die Problemairline vom Golf

Der Plan von 2008 sah vor, dass 35 Prozent der Aktien an einen strategischen Investor verkauft werden sollten. 40 Prozent wären an kuwaitische Bürger gegangen. Und die restlichen 25 Prozent hätte der Staat behalten. Viel Geld hätte der Staat durch den Verkauf sowieso nicht bekommen. Denn der Wert der Fluggesellschaft wird auf lediglich 650 Millionen Euro geschätzt. Er sank in den letzten Wochen noch weiter, weil Streiks die Fluggesellschaft lahmlegten. Anfang Oktober streikten Arbeiter der staatlichen Ölindustrie, dann die Angestellten von Kuwait Airways. Beide verlangten mehr Lohn. Die Forderungen der Mitarbeiter der Fluggesellschaft wurden daraufhin rasch erfüllt. Doch der Schaden war angerichtet.
Schlechter Service
Darum setzt das Emirat nun zuerst auf einen Sanierungsplan. Ziel der Restrukturierung sei es, Kuwait Airways nun als einen der «führenden Anbieter der Region zu positionieren». Dabei könne man sehr viel von den Fluggesellschaften in den Nachbarländern lernen. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Alleine die Flotte von 15 Airbus- und Boeing-Jets ist ein Problem. Sie ist überaltert. Ein Teil des Erlöses aus der Privatisierung hätte deshalb für neue Maschinen eingesetzt werden sollen. Das ist nicht das einzige Problem. Auch die Qualität des Produktes ist nicht die beste. Bei Skytrax erhält die Fluglinie nur drei Sterne - das sind sehr wenige für eine Airline aus der Golfregion. Reisende beklagen sich oft über alte Flugzeuge mit unbequemen Sitzen und über unfreundliches Kabinenpersonal.Anzeige
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