AF447: «Kein Schrei, keine Panik»

Jakubowicz konnte nun einen Bericht lesen, den ein Team von verschiedenen Medizinern zu Flug AF447 verfasst hat. Dazu untersuchten sie einerseits die Leichname der Opfer, die an die Meeresoberfläche getrieben wurde und die Tonaufzeichnungen aus der Kabine. «Die Aufnahmen zeigen keinen Schrei, kein Anzeichen von Panik», erklärte der Anwalt am Dienstag. Da es ein Nachtflug gewesen sei, hätten viele Passagiere bereits geschlafen. Und mit einem Blick nach draußen habe man als Reisender wegen der Dunkelheit auch keinerlei Anzeichen eines dramatischen Ereignisses ausmachen können. Dass die Maschine gegen die Meeresoberfläche stürzte, bekamen die Passagiere also nicht mit.
Auf der Stelle tot
Darauf weist ein weiterer Umstand hin. Die Experten hätten auch bestätigt, dass viele der Passagiere nicht angeschnallt gewesen seien. «Man weiß aber, dass in einer Notsituation die Sitze und Tischchen hochgeklappt werden. Von dem sah man im Flugzeug rein gar nichts, so Jakubowicz gemäß Europe 1. Auch die Beleuchtung sei immer gleich stark geblieben. Zu einem Druckabfall sei es an Bord auch nicht gekommen. «Die Stimmung blieb bis zum letzten Augenblick identisch.» Identisch ruhig also.
Auch etwas anderes bestätigten die Mediziner. Beim Aufschlag auf den Atlantik seien die Opfer auf der Stelle verstorben, sagte Jakubowicz. Dies sei eine sehr wichtige Aussage für die Hinterbliebenen, so der Anwalt. Die Eltern von Caroline Soulas werden nun vielleicht etwas besser schlafen.
Anzeige
Meistgelesen
Newsletter Abonnieren
Anzeige
Luftfahrt-Rankings
folgen sie uns auf twitter
Kommentar-Regeln: Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem oder beleidigendem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung.


