Qatar verliert Geduld mit Boeing

Al Baker ist angesichts des neuen Problems entrüstet. «Boeing muss sich zusammenreißen», so der Chef der Fluggesellschaft. Nach 14 Monaten Betriebszeit dürften solche Probleme nicht mehr in dieser Häufigkeit vorkommen. Seit Tagen sei der Flieger nun wieder am Boden und er müsse auch noch mindestens bis diese Woche gegroundet bleiben. Man werde deshalb von Boeing eine Entschädigung verlangen. Immerhin habe allein schon die über dreijährige Verspätung Qatar gezwungen, die Expansionspläne zu verschieben. Jetzt kosteten die Inspektionen wertvolle Zeit.
Auch Verspätung kostete
Auch Boeing selbst zweifelt Al Baker an. Schon vor einigen Monaten griff er den amerikanischen Produzenten an und sagte, dieser lerne gerade erst, wie man Flugzeuge baue. Jetzt zeigt er sich besorgt um den neuen Defekt. Wenn er bei zwei Fluggesellschaften unabhängig voneinander auftauche, dann zeuge das eventuell von einem größeren Problem.
Insgesamt machte Qatar dreißig feste Bestellungen für den Dreamliner und besitzt Optionen auf dreißig weitere. In diesem Jahr sollen am 19. Dezember die zwei nächsten Jets eintreffen, bis Ende nächsten Jahres sollen zehn B787 für Qatar fliegen. Eigentlich war geplant, dass dann bereits alle dreißig ausgeliefert wären.
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