Pannenserie beim Dreamliner

Für Boeing kommt der Zwischenfall äußerst ungelegen. Denn am Montag brach in einer anderen Maschine des gleichen Typs von Japan Airlines und ebenfalls am Flughafen Boston ein Schwelbrand aus. Der Jet war zum Zeitpunkt unbesetzt. Die Unfalluntersuchungsbehörde National Transportation Safety Board (NTSB) schickte umgehend drei Ermittler zum Unglücksort. Sie fanden an der Batterie des Hilfstriebwerkes, welches Flugzeuge am Boden mit Energie versorgt, «starke Schäden durch Feuer», wie das NTSB in einer Medienmitteilung erklärte. Das Problem sei aber auf eine kleine Fläche im unteren Rumpfbereich begrenzt gewesen.
Schlecht nicht nur fürs Image
In der Folge des Brandes vom Montag inspizierte auch United ihre Dreamliner-Flotte. Die Techniker der amerikanischen Fluggesellschaft fanden dabei falsch angeschlossene Kabel an der Batterie des Hilfstriebwerkes - also just an der Stelle, wo in der B787 von Japan Airlines Feuer ausgebrochen war. Dies berichtet die Zeitung The Wall Street Journal. «Der Vorfall trifft genau das innovative Herz des Fliegers», kommentierte Technikexperte Hans Weber gegenüber dem Blatt weiter.
Die Börse reagierte bereits auf die diversen kleineren Vorfälle. Die Aktien von Boeing tauchten gestern Dienstag um 2,6 Prozent. Denn Probleme beim neuen Hoffnungsträger könnten den Flugzeugbauer Aufträge und Imagepunkte kosten.
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