Letzte Aktualisierung: um 20:09 Uhr

Tui-Gruppe bekommt weitere 1,8 Milliarden von Staat, Banken und Aktionären

Der Reisekonzern hat sich mit dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds, der Staatsbank KfW, den Banken und dem größten Einzelaktionär Unifirm auf ein zusätzliches Finanzpaket in Höhe von 1,8 Milliarden Euro verständigt. Aufgrund der seit Herbst wieder ansteigenden Infektionszahlen, strikter Reisebeschränkungen in vielen Ländern und einem damit verbundenen kurzfristigeren Buchungsverhalten der Kunden trifft Tui damit weitere Vorsorge. Das Paket soll die Überbrückung bei andauernder Pandemie im Jahr 2021 sichergestellt werden. Tui erwartet nach den ersten Meldungen zu Impfstoff-Erfolgen im Verlauf des ersten Halbjahres 2021 eine Besserung der Pandemie-Lage und eine stärkere Rückkehr von Urlaubsreisen.

Das Paket setzt sich zusammen aus stillen Einlagen des Wirtschaftsstabilisierungsfonds, einer weiteren Kreditlinie der KfW, Garantien und einer Kapitalerhöhung mit Bezugsrechten, die auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der TUI im Januar 2021 beschlossen werden soll.

Das Paket umfasst:

– eine Bezugsrechtskapitalerhöhung über rund 500 Millionen Euro;
– eine in Aktien der TUI wandelbare stille Einlage des WSF in Höhe von 420 Millionen Euro;
– eine nicht wandelbare stille Einlage des WSF in Höhe von 280 Millionen Euro;
– eine Staatsgarantie über 400 Mio. €, oder alternativ eine entsprechende Erhöhung der nicht wandelbaren stillen Einlage des WSF
– eine zusätzliche Kreditlinie der KfW über 200 Millionen Euro und eine Verlängerung der bestehenden Kreditlinie der KfW bis Juli 2022.


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