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Ladefaktor

Sun Express sucht freiwillige Umbucher

Jede Fluggesellschaft will auf jedem Flug möglichst viele Sitze füllen. Sun Express versucht das nun auf neue Weise.

Sun Express

Boeing 737 von Sun Express: Die Airline will die Flieger noch besser füllen.

Sind Flugzeuge nicht voll unterwegs, heißt das für die Fluggesellschaft verlorene Einnahmen. Darum versucht Sun Express, die Zahl frei bleibender Sitze mit einem neuen computerbasierten System zu verringern. Ein Anwendungsbeispiel: Will eine Gruppe kurzfristig buchen, kann es sein, dass nicht mehr für alle Mitglieder ein Sitz vorhanden ist. Diese Kunden verliert man oft. Da kommt die Neuigkeit ins Spiel. Hier kommt das neue «dynamische Umbuchungssystem» ins Spiel.

Sind auf einem Flug zu wenig freie Plätze für Gruppen vorhanden, ruft die deutsch-türkische Fluggesellschaft bereits gebuchte Passagiere an, die beim Onlinekauf ihre Kontaktdaten hinterlassen haben. Das geschieht gemäß Sun Express «etwa zwei Wochen vor Abflug». Sie bietet den Passagieren dann an, einen Tag früher oder später zu fliegen und dafür eine Entschädigung zu bekommen.

Keine fixe Prämie

«Gerade Reisende, die Freunde oder ihre Familie in der Türkei besuchen, sind bei ihrer Abflugzeit häufig flexibel. Mit dem neuen Service bieten wir ihnen für ihre Flexibilität nun eine lukrative Prämie», kommentiert Peter Glade, Kommerzchef des Ferienfliegers, der Lufthansa und Turkish Airlines gehört. Zugleich könne man die Flugzeuge «entsprechend der Nachfrage füllen, ohne die Kunden zu verärgern». Das System wurde bereits getestet und die Erfahrungen waren nach Angaben von Sun Express gut.

Wie viel Sun Express flexiblen Passagieren zahlt, verrät die Fluggesellschaft nicht. Die Prämie ist aber nicht fix, sondern hängt von der Höhe des Flugpreises ab. Etwas Ähnliches machen klassische Fluggesellschaften bereits manchmal. Sie rufen bei Überbuchungen am Gate umbuchungswillige Fluggäste auf, wenn ein Flug zu voll ist.



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