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Boeing-777-Konkurrent

Größter Airbus A350 verspätet sich

Die Auslieferung des ersten Airbus A350-1000 verzögert sich. Das dürfte vor allem die Beziehung des Flugzeugbauers mit einem Kunden weiter verschlechtern.

Airbus

Airbus A350-1000: Der Jet verspätet sich.

Wirklich rund läuft es bei Airbus derzeit nicht. Nachdem der A320 Neo wegen Problemen mit den Triebwerken einen mehr als nur wackeligen Start hingelegt hat und Engpässe bei den Kabinen-Zulieferern auch einige A350-900-Lieferungen verzögern, kommt nun die nächste schlechte Nachricht: Der Airbus A350-1000 verspätet sich um ein paar Monate.

Eigentlich hatte Airbus angekündigt, die größte Variante des A350 bis Mitte des kommenden Jahres erstmals auszuliefern. Das verzögert sich nun, berichtet das Wall Street Journal. «Wir haben den Zeitplan für den A350-1000 so angepasst, dass wir die Anforderungen unserer Kunden zu hundert Prozent erfüllen», hieß es von Airbus laut der Zeitung. Neu ist eine Auslieferung in der zweiten Jahreshälfte 2017 geplant. Der Erstflug ist nun erst im September 2016 geplant statt Mitte des Jahres.

Beziehung mit Qatar Airways könnte sich weiter verschlechtern

Besonders unangenehm ist das Ganze für Airbus, weil der Erstkunde für den langen A350-1000 ausgerechnet Qatar Airways ist. Und deren Chef Akbar Al Baker ist momentan alles andere als glücklich in der Beziehung mit dem Flugzeugbauer. Der Grund: Eigentlich hätte die Golfairline der Erstkunde für den Airbus A320 Neo werden sollen. Wegen Problemen mit den Triebwerken von Pratt & Whitney weigerte sich die Airline aber, den Jet anzunehmen. Die Motoren hatten ein Problem mit der Kühlung, was vor allem in einem heißen Klima wie in Katar zum Problem werden kann.

Eine Bestellung für einen A320 Neo hat Qatar denn auch schon storniert. Die Beziehung mit Airbus sei derzeit wegen der Probleme «angespannt», so der Qatar-Chef kürzlich. Fünf A320 Neo sollten schon für Qatar fliegen, aber noch hat die Airline keinen erhalten. «Das wirkt sich ziemlich auf unsere Ergebnisse aus.»

A350-1000 soll 366 Passagiere fassen

Der Airbus A350-1000 soll der direkte Konkurrent für Boeings 777-300ER und die neue 777X-9 werden. Den Markt für die großen Langstreckenflieger dominiert Boeing derzeit noch. Das will man bei Airbus ändern. Der A350-1000 soll 366 Passagiere fassen und soll rund 15.000 Kilometer weit fliegen.



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