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Streit um Budget für Benelux-Flugsicherung

Das Jahresbudget für die in Maastricht ansässige Flugsicherung in den Benelux-Staaten und großen Teilen Nordwestdeutschlands droht am Widerstand Belgiens zu scheitern, teil die Gewerkschaft der Lotsinnen und Lotsen, Trade Union Eurocontrol Maastricht mit. Sie warnt vor gravierenden Konsequenzen für den Flugverkehr im Jahr 2023. Das Maastricht Upper Area Control Center (MUAC) überwacht den Luftraum über Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und weiten Teilen Nordwestdeutschlands. Die dort ansässigen Mitarbeitenden leiten täglich 5.000 Flugzeuge mit über 500.000 Passagieren. Die Finanzierung teilen sich die Länder Belgien, Niederlande, Luxemburg und Deutschland.

Der Umsatz liege seit über 20 Jahren über den Ausgaben, und sogar in der Corona-Krise, als der Flugverkehr weltweit stark eingebrochen ist, wurde ein positives Ergebnis erwirtschaftet, teilt die Gewerkschaft mit. «Alle Länder, inklusive Belgien, bekommen von MUAC jedes Jahr deutlich mehr zurück als sie einzahlen – sogar in den zurückliegenden Krisenjahren», heißt es. Dass Belgien das Budget blockiere sei nicht nachvollziehbar. Die Arbeit der Lotsinnen und Lotsen sei in den vergangenen Jahren viel belastender gewesen als früher. Wenn jetzt noch Unsicherheit über die Zukunft ihrer Jobs hinzukomme sei das nicht in Ordnung.