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Gebührensenkung

Lufthansa und Fraport haben sich wieder lieb

Nach monatelangem Streit wegen Rabatten für Ryanair vertragen sich Lufthansa und der Frankfurter Flughafen langsam wieder. Sie arbeiten an einem Kompromiss.

Fraport

A319 von Lufthansa bei der Landung in Frankfurt: Offenbar konnten die Unternehmen sich einigen.

Die Stimmung zwischen Lufthansa und dem Flughafenbetreiber Fraport war in den vergangenen Monaten eisig. Der Grund: Als Ryanair bekannt gab, in Frankfurt eine Basis zu eröffnen, stieß Lufthansa sauer auf, dass die Billigfluggesellschaft einen hohen Rabatt bei den Gebühren erhält. Rund 50 Prozent der Abgaben will Fraport Ryanair im ersten Jahr erlassen.

Immer wieder kritisierte Lufthansa-Chef Carsten Spohr das und drohte offen damit, Kapazitäten an andere Drehkreuze wie München zu verlagern. Rund 60 Prozent des Verkehrs am Frankfurter Flughafen entfallen auf die Airlines der Lufthansa-Gruppe. Nun scheinen sich die beiden Parteien aber wieder zu finden. «In den Gesprächen zwischen Lufthansa und Fraport, die über kurzfristige Kostenentlastungen am Frankfurter Flughafen sowie über Wachstum und die weitere Intensivierung der mittel- und langfristigen Partnerschaft geführt werden, nähern sich beide Unternehmen an», heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.

Sparpotenzial

Man habe in den Verhandlungen über eine effizientere und günstigere Abwicklung sowie Wachstumsziele Fortschritte erzielt. Nun gehe es darum, die langfristige Partnerschaft der beiden Unternehmen zu vertiefen, so Lufthansa. Wie genau die Einigung aussieht, teilt sie nicht mit. Doch bei der Präsentation des Jahresergebnisses ließ Spohr durchschimmern: Ab Winter erwarte er einen zwei bis dreistelligen Millionenbetrag an eingesparten Kosten. Im Gegenzug soll die Airline in Frankfurt ausbauen.



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