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Europe Airpost überquert Atlantik

Europe Airpost? Die französische Fluglinie ist kaum bekannt, aber profitabel. Nun fliegt sie erstmals im Liniendienst nach Nordamerika.

Europe Airpost

Boeing 737-700 von Europe Airpost: Neu nach Kanada.

Sie sind gelb und auf ihnen steht Post. Doch in den Flugzeugen von Europe Airpost stecken nicht nur Pakete und Briefe, sondern genauso oft Menschen. Der Name und das Erscheinungsbild ergeben aber durchaus Sinn. Die Fluggesellschaft wurde im Jahr 2000 von der französischen Post und den Airlines Air Inter, Air France und TAT gegründet. Die Idee dahinter: Am Tag fliegen mit den Jets Passagiere durch die Lande, nachts werden sie für Postsendungen eingesetzt. Inzwischen gehört Europe Airpost zwar der irischen ASL Aviation. Am Einsatzgebiet änderte sich dadurch aber nichts.

Das spezielle Konzept scheint gut zu klappen. Europe Airpost ist seit Jahren profitabel. 2012 transportierte die Fluglinie 660’000 Passagiere und 76’000 Tonnen Fracht. Sie erzielte damit einen Umsatz von 236 Millionen Euro und einen Gewinn von 3,6 Millionen. Bislang agierte die Fluglinie im Passagierbereich traditionell als Charteranbieter für Reiseveranstalter. Seit kurzem aber verkauft Europe Airpost auch selbst Tickets über ihre Webseite. Im Linienverkehr bietet sie innerfranzösische Strecken sowie Flüge nach Portugal und Finnland an.

Europe Airpost findet Boeing 737-700 ideal

Die Airline besitzt zwei Boeing 737-700 und eine 737-300 für den reinen Passagierverkehr. Daneben hat sie für den Frachtdienst zwei 737-300 und zwei 737-400 im Einsatz. Zum Flugzeugpark gehören zudem neun 737-300 QC. QC steht für Quick Change. Diese Jets lassen sich besonders schnell von einer Fracht- in eine Passagierkonfiguration umwandeln.

Doch nun will das Management noch etwas mehr. In der Sommersaison wird Europa Airpost erstmals transatlantische Flüge anbieten. Mit einer 128-plätzigen Boeing 737-700 wird die Airline von Paris Charles de Gaulle nach Glasgow fliegen und von dort nach einem einstündigen Aufenthalt weiter nach Halifax. Das sei die ideale Kapazität für die Sommersaison in Kanada, so Geschäftsführer Jean-François Dominiak.



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