Letzte Aktualisierung: um 19:37 Uhr
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Codeshare-Abkommen

Etihad und Lufthansa nähern sich zaghaft an

Etihad-Chef James Hogan wiegelt ab in Sachen Beteiligung oder Fusion mit Lufthansa. Doch die Golfairline und die deutsche Fluglinie wollen durchaus mehr zusammenarbeiten.

Simeon Lüthi/aeroTELEGRAPH

Boeing 777 von Etihad Airways: Mehr Codeshare-Flüge mit Lufthansa.

Von einer Beteiligung oder gar Fusion will James Hogan nichts wissen. Man habe keine Pläne bei Lufthansa als Aktionär einzusteigen, so der Chef von Etihad Airways bei einem Auftritt am Mittwoch (18. Januar) in Dublin. Das heißt nicht, dass die Golfairline und die deutsche Fluggesellschaft, die sich einst spinnefeind waren, nicht heftig flirten. Man spreche über eine engere Zusammenarbeit in Form weiterer Codeshare-Flüge, so Hogan. Im Gespräch ist gemäß der Nachrichtenagentur Reuters offenbar auch eine Zusammenarbeit bei der Bordverpflegung und der Flugzeugwartung.

Die Strategie der globalen Beteiligungskäufe verteidigt Hogan. «Die Investitionen hatten einen unmittelbaren Einfluss auf unsere Ertragsseite. Denn sie haben unseren Umsatz um Hunderte Millionen Dollar gesteigert und es uns ermöglicht, unsere Anschlussflüge zu füllen. Diese Vorteile konnten auch auf unsere Minderheitsbeteiligungen übertragen werden», sagte er. Zudem habe man dank Synergien «mehrere Millionen» eingespart.

Air Berlin «auf einem guten Weg»

Hogan nannte in diesem Zusammenhang auch die guten Beispiele. «Jet Airways, Air Serbia, Air Seychelles, Virgin Australia und Etihad Regional haben unsere Kapitalanlagen dafür genutzt, um ihre Fluggesellschaften in effizientere und profitablere Unternehmen zu verwandeln. In diesen Fällen tragen unsere langfristigen Investitionen bereits Früchte» so der Etihad-Chef, von dem es heißt, dass er abgelöst werden soll. Anders die Problemkinder. «Mit Air Berlin und Alitalia hatten wir größere Herausforderungen zu schultern. Denn beide Fluggesellschaften operieren in einem sehr harten Wettbewerbsumfeld und müssen sich mit seit Langem bestehenden Problemen auseinandersetzen», so Hogan.

Doch auch dort ist er zuversichtlich. Die italienische Fluglinie schreibe gerade einen neuen Businessplan, «um ihre Herausforderungen anzugehen». Und Air Berlin sei «mittlerweile auf einem guten Weg», sagte der Etihad-Lenker. Seine Strategie verteidigte er. «Wir alle stehen hinter unserer Partnerstrategie – sie leistet einen großen Beitrag für unser Geschäft.» Die Etihad Aviation Group sei mittlerweile ein «solides, vielfältiges und kraftvolles Unternehmen – mit der Stärke, ihr Schicksal in Zukunft selbst zu formen».



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