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Enführungsversuch mit Pegasus-Jet

Eine Boeing 737 der türkischen Fluglinie wurde in Istanbul festgehalten. Ein Passagier drohte mit einer Bombe. Er wollte nach Sotschi geflogen werden.

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Bilder aus dem Jet: Das soll der Entführer sein.

Pegasus Airlines hat den Vorfall inzwischen bestätigt. Eine Boeing 737-800 der türkischen Fluggesellschaft wurde am Freitagabend (7. Februar) Stundenlang am Flughafen Istanbul Sabiha Gökçen in einem sicheren Bereich festgehalten. An Bord des Jets mit der Kennzeichnung TC-CCP befanden sich rund 110 Personen – und ein Entführer. Die Türen des Fliegers wurden schon früh geöffnet. Es waren immer wieder Menschen zu sehen.

Die Piloten von Flug PGT 751 vom ukrainischen Charkow nach Istanbul sandten gemäß Medienberichten zuvor ein Notsignal für eine Entführung aus. Ein ganz vorne im Flieger sitzender Passagier in einem rot-weißen Trainingsanzug drohte offenbar an Bord mit der Detonation einer Bombe, sollte das Flugzeug nicht nach Sotschi ungeleitet werden. Der 45-jährige Entführer mit ukrainischem Pass hat offenbar auch versucht, ins Cockpit zu gelangen. Dabei scheiterte er aber, weil ihn die Crew davon abhalten konnte.

Wollte Entführer ins Cockpit?

Nach der Warnmeldung der Piloten ließ die türkische Luftwaffe einen Kampfjet vom Typ F-16 aufsteigen. Er begleitete die Maschine nach Istanbul und zwangen sie dort zur Landung. Pegasus bestätigte in einer Medienmitteilung, dass es eine Bombendrohung gegeben hat und dass das Flugzeug sicher in Istanbul gelandet sei.

Am späten Abend dann wurde der Entführer zur Aufgabe gezwungen. Spezialkräfte drangen in das Flugzeug ein und nahmen den Mann fest. Es habe einen Kampf gegeben, dabei sei der Ukrainer leicht verletzt worden. Offenbar hatte der Täter viel Alkohol getrunken. Eine Bombe hatte er nicht bei sich, wie sich zeigte.



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