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Revolutionäre Triebwerke

Fluglinien beschweren sich über hohe Treibstoffkosten. Virgin bleibt gelassen - und investiert Milliarden in die Technik.

Virgin

Die Airbus A320neo von Virgin werden mit den neuen Triebwerken ausgestattet

Explodierende Ölpreise und CO2-Emmissionen schmälern die Erträge der Fluglinien. Um 50 Prozent sind die Treibstoffkosten in den vergangenen zwölf Monaten in die Höhe geschossen. Virgin America dürfte diese Krise besser meisten als die meisten Konkurrenten. Statt zu jammern, handelt die Fluggesellschaft.

1,4 Milliarden Dollar hat die US-Billigfluglinie, die vom britischen Milliardär Richard Branson aufgebaut wurde, jetzt in neue, enorm effiziente Treibwerke investiert.

Billiger, leiser, weiter

Gebaut werden die „LEAP-X“ von CFM International, einem Gemeinschaftsunternehmen aus GE Aviation und Snecma. Ab 2016 werden die Airbus A320 der Fluglinie mit den revolutionären Triebwerken ausgestattet.

1,6 Millionen Dollar an Treibstoffkosten sollen die neuen Treibwerke einsparen – pro Flugzeug. Die CO2-Emmissionen dürften sich laut Virgin America um 15 Prozent verringern. Und damit nicht genug: 400 Meilen mehr können die Flugzeuge auch noch zurücklegen. Ausserdem sind sie – ein besonderer Bonus für die Passagiere – viel leiser als bisherige Triebwerke. Ganze 15 Dezibel weniger sollen dabei herauskommen. Den Werbespruch „It’s time, to make Flying good again“ scheint man bei Virgin also ziemlich ernst zu nehmen.

ãSo bedeutende Durchbrüche in der Technologie und Effizienz von Triebwerken gibt es nur alle zehn bis 15 Jahre“, so Virgin Atlantic-CEO David Cush gegenüber dem US-Wirtschaftsmagazin „Fast Company“

Die Investition heisse aber nicht, dass man jetzt nicht mehr auf Bio-Treibstoffe setzen wolle: „Die sind der nächste grosse Schritt. Schon bald dürfte auch diese Technologie ganz gross rauskommen“, so Cush. Die Fluglinie plant, bis 2020 zehn Prozent an Biotreibstoffen zu nutzen.



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