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Boeing möchte wie Apple werden

Der amerikanische Flugzeugbauer will viel schneller neue Produkte entwickeln. Dabei schielt Boeing auf die Innovationsrate von iPhone-Hersteller Apple.

Apple

iPhone von Apple: Immer wieder etwas neuer.

Jedes Jahr wartet eine riesige Fangemeinde fiebernd auf jenen einen Augenblick. Apple stellt dann bei einer großen Schau sein neuestes Modell des iPhones oder des iPads vor. Meist sind die Veränderungen an den Geräten nur klein. Doch der amerikanische Konzern schafft es so, Erwartungen zu schüren und seine Produkte im Gespräch zu halten sowie laufend zu modernisieren. Das gefällt Boeing-Chef Jim McNerney. Er will deshalb seinen Konzern etwas mehr wie Apple aufstellen.

«Die heutige Mehr-für-Weniger-Welt lässt einen keine großen Würfe mehr verfolgen», sagte McNerney am Mittwoch (21. Mai) an einer Investorenkonferenz in Seattle. Man könne heute nicht mehr 25 Jahre lang etwas ganz Neues entwickeln und dann das Produkt lancieren. Vielmehr gehe es künftig darum, bestehende Modellreihen mit technologischen Neuerungen laufend zu verbessern und so aktuell zu halten – eben so wie Apple das tut.

Boeing will das Risiko verringern

Mit der evolutionären Entwicklung will Boeing vor allem das Risiko verringern. «Wir machen lieber zehn durchdachte Schritte als einen großen», so McNerney. Der Dreamliner war da ein Lehrstück. Er wurde mit großer Verspätung ausgeliefert und kam viel teurer als gedacht. Denn die verwendete Technologie war so neu, dass sie eben auch ihre Tücken hatte.

Ein neues Modell von Boeing wird man deshalb so schnell nicht mehr sehen. Der Konzern möchte vielmehr auf der Boeing 777X, der 737 Max und dem Dreamliner aufbauen und daraus neue Flieger ableiten.



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