Letzte Aktualisierung: 6:57 Uhr

Superjumbo

Airbus verlangsamt A380-Produktion

Der Airbus A380 verkauft sich nicht besonders gut. Nun zieht der europäische Flugzeugbauer offenbar Konsequenzen.

Airbus

Airbus A380: Die Verkäufe lassen zu wünschen übrig.

Passagiere lieben ihn heiß, Airlines nicht ganz so sehr – das ist der Fluch des Airbus A380. Der Flieger ist vielen Fluggesellschaften einfach zu groß. Die Bestellungen für den Superjumbo ließen daher in den vergangenen Jahren zu wünschen übrig. Offenbar zieht Airbus daraus nun Konsequenzen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters von zwei informierten Quellen erfahren haben will, soll die Produktionsrate des A380 demnächst heruntergeschraubt werden.

Derzeit produziert Airbus zwei A380 pro Monat. Ab 2017 soll der Ausstoß auf 1,7 Flugzeuge reduziert werden. Airbus habe seine Zulieferer dementsprechend informiert, so der Bericht. Der Flugzeugbauer sei auf die Zulieferer zugegangen und habe ihnen gesagt, dass sie ihre Produktion herunterfahren sollen, sodass die Ausstoß-Rate von 1,7 für Airbus erreicht wird. Der Flugzeugbauer selbst will sich laut Reuters zu dem Thema nicht äußern.

Profitabilität gefährdet

Sollte Airbus die Produktionsrate wirklich herunterfahren, dürfte das auch die Profitabilitätspläne des A380-Programms beeinträchtigen. Denn erst 2015 machte der Superjumbo erstmals keinen Verlust mehr. Auch 2016 dürfte das so sein, bei geringerem Ausstoß 2017 könnte der A380 wieder zurück in die Verlustzone fallen.

Seit der Markteinführung vor neun Jahren hat Airbus 184 A380 ausgeliefert. Das Problem ist, dass in den letzten zwei Jahren Neukunden für den Jet rar waren. Immerhin zwei Erfolge vermeldete der europäische Flugzeugbauer im Januar, als der Iran 12 A380 und die japanische ANA All Nippon 3 A380 bestellten. Gleichzeitig hat Airbus aber damit zu kämpfen, dass andere Fluggesellschaften wie Qantas oder Virgin Atlantic ihre Optionen vielleicht gar nicht einlösen oder Airlines wie Air France oder Air Austral Bestellungen annullieren. Alle argumentieren damit, dass kleinere Zweistrahler flexiblere Routenplanungen zulassen.



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