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A380: Indien-Rennen entschieden

Wer bringt den Airbus A380 zuerst in den riesigen Markt? Der Entscheid schien zwischen Lufthansa und Emirates zu fallen. Nun gewann jemand anderes.

Singapore Airlines

Airbus A380 von Singapore Airlines: bald auch in Indien unterwegs.

span>Ein Aufatmen ging durch die Branche, als Indien es offiziell machte. Der Airbus A380 darf nun ins Land. Lange hatte die Regierung in Delhi den Superjumbo in Indien verboten – aus Angst, dass durch den Einsatz des Riesenvogels die heimische Air India noch weiter unter Druck geraten könnte. Doch bis auf einen Gastauftritt bei der Luftfahrtmesse in Hyderabad hat der A380 sich im Land noch nicht blicken lassen.

Bei der Messe stellte Emirates ihn vor – ein großer Interessent für A380-Flüge nach Indien. «Wir werden unseren bestehenden Flugbetrieb überprüfen und freuen uns, in naher Zukunft unser Flaggschiff nach Indien einzusetzen», so ein Sprecher von Emirates kürzlich. Auch Lufthansa kündigte an, den Riesenflieger auf Flügen in das Land einzusetzen. Doch das Rennen gemacht hat nun offenbar Singapore Airlines. Ab Ende Mai wird die Fluglinie mit dem Superjumbo nach Mumbai und Delhi fliegen.

Momentan mit Boeing 777

Momentan fliegt Singapore Airlines mit Boeing 777 je dreimal täglich nach Mumbai und Delhi. Diese fassen zwischen 280 und 300 Passagiere. Zukünftig sollen es durch die höhere Kapazität pro Flieger nur noch zwei Flüge am Tag je Stadt sein. In den nächsten Monaten dürften einige Fluglinien es den Singapurern nachmachen und den A380 nach Indien schicken.

Doch noch gibt es infrastrukturelle Hürden. Bisher können nur vier Flughäfen im Land den Superjumbo aufnehmen: New Delhi, Mumbai, Bangalore und Hyderabad. Doch andere machen sich bereit. Wie die Zeitung Deccan Chronicle berichtet erklärte der Flughafenchef von Chennai, dass man den Flughafen innerhalb von sechs Monaten für den A380 bereit machen könne. Noch ist die Piste nicht für die Landung des Superjumbos geeignet.



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