Virgin schießt scharf auf Qantas

Und der ist bisher noch das Revier von Qantas. Doch schon jetzt macht der Preisdruck der Nationalairline zu schaffen. Qantas hatte schon zuvor mehrfach versucht, Expansionsschritte von Virgin Australia zu verhindern. Anfang des Jahres hatte Virgin das Geschäft in einen Inlands- und Auslandsbereich aufgeteilt, um sich so für Investoren aus Übersee zu öffnen. Qantas nannte das damals schon eine Scharade. Es drohe der Untergang der Nationalairline, wenn Virgin von zahlungskräftigen Investoren aus dem Ausland unterstützt werde und sich so noch niedrigere Ticketpreise leisten könne.
Singapore steigt ein
Schon an einer Beteiligung von Etihad Airways aus Abu Dhabi störte sich Qantas . Auf 10 Prozent stockte die Fluglinie ihren Anteil auf, Qantas befürchtet aber eine noch höhere Beteiligung. Dass nun noch eine andere asiatische Airline hinzukommt, dürfte Qantas ebensowenig erfreuen. Singapore Airlines gibt rund 103 Millionen Dollar aus, um sich zehn Prozent an Virgin Australia zu sichern.
Virgin-Australia-Chef John Borghetti macht keinen Hehl daraus, was das Ziel dieser Entwicklungen ist. Sie seien Teil eines Fünf-Jahres-Planes, der Qantas nach und nach schwächen soll. «Virgin bietet tiefere Preise als Qantas, Tiger kann sich gegen Qantas-Tochter Jetstar durchsetzen und Skywest dürfte gegen den Regionalanbieter Qantas-Link gewinnen», so Borghetti. Qantas gibt sich trotz allem kämpferisch. Man wolle den Marktanteil im Inland von momentan 65 Prozent definitiv halten, heißt es. Wie genau er das schaffen will, verrät der Platzhirsch allerdings nicht.
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