Neuer Schutz vor Kollisionen

Die Zeitung Chicago Tribune untersuchte verschiedene Zwischenfälle und ihre Auswertungen seit 2004. Der letzte Zwischenfall dieser Art ereignete sich im Mai, als ein Fracht-Jumbo der taiwanesischen Eva Airways eine kleinere Embraer 135 von American Eagle beschädigte. Inzwischen werden an vielen Flughäfen so genannte «Wing Walkers» eingesetzt, die darauf achten sollen, dass die Flügel der Jets sich nicht in die Quere kommen. Doch der Behörde ist das nicht genug.
Beim Straßenverkehr abgeschaut
In Zeiten, in denen die Flugbewegungen immer weiter zunehmen und immer größere Flieger eingesetzt werden, sei es nun nötig, sich ein Beispiel am Straßenverkehr zu nehmen, so die NTSB. Immerhin benutzen Autos schon länger spezielle Warnsysteme, die den Fahrer alarmieren, bevor er einem anderen Wagen oder einem Gegenstand zu nahe kommt. So etwas brauche es auch für Flugzeuge. Die NTSB empfiehlt daher der Luftfahrtbehörde FAA, diese Idee zu verfolgen und für die Airlines zur Pflichtausstattung zu erklären. Betroffene Flieger wären die Boeing B747, B757, B767 und B777. Auch der A380 von Airbus müsste mit dem Warnsystem ausgestattet werden, genauso wie die McDonnell Douglas MD-10 und MD-11. Kameras wären ein geeignetes Mittel, um Kollisionen zu verhindern. Sie könnten auf Bildschirmen im Cockpit zeigen, wenn es heikel wird.
Bei den Fluggesellschaften ist man nicht wirklich begeistert von der Idee. Man habe noch keine Ahnung, wie viel die Installation der Technik kosten würde. Und auch den Mehrwert zweifelt der Verband Airlines for America an. Immerhin gebe es mit den Wing Walkers bereits nützliche Hilfe. Und von Verletzungen aufgrund der kleineren Zwischenfälle habe man auch noch nichts gehört.
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