St. Maarten: Kult-Airport expandiert

Laura Frommberg
Warnschild am Flughafen: Sie sollen deutlicher werden.
Warnschild am Flughafen: Sie sollen deutlicher werden.
jj4/Wikimedia/CC

Der Airport der der Karibikinsel will sich zu einem wichtigen Drehkreuz entwickeln. Die Aviatik-Fans am angrenzenden Strand freut das gar nicht.

Dafür, dass der Princess Juliana Airport auf der Karibikinsel St. Maarten mit nur einer Piste und rund 1,6 Millionen Passagieren im Jahr recht klein ist, ist er eine ziemliche Berühmtheit. Aviatikfans aus aller Welt kennen den Flughafen. Für viele ist er wohl auch Traumdestination. Denn: Unmittelbar vor dem Aufsetzen fliegen die Jets aller Größen über den rund 30 Meter breiten Maho Beach – auch Boeing B747 landen am Flughafen. Der Strand ist bei Planespottern berühmt, an der Bar sind auf einer Tafel sogar die Ankünfte des jeweiligen Tages aufgeführt. Und Touristen stellen sich in die Abflugschneise, wenn dort Flieger starten um vom Rückstoß fast weggeblasen zu werden.

Die Zahl der Flüge könnte sich schon bald vermehren, denn St. Maarten plant eine Vergrößerung. 132 Millionen Dollar hat er für die Vergrößerung zur Verfügung. Zunächst soll es bei der einen Piste bleiben, doch diese soll erneuert werden. Außerdem will der Flughafen neue Rollwege schaffen, um auf der einen Bahn mehr Flieger abfertigen zu können. Auch sollen neue Plätze für mehr geparkte Flieger entstehen. Mittelfristig soll der Flughafen mit dem Code SXM zu einem «wichtigen Drehkreuz» heranwachsen. Daher investiert man auch in den Kauf von Land für zukünftige Erweiterungen.

Angst um Maho Beach

Nach der Verkündung der Pläne hatte der eine oder andere Fan Angst um das Maho-Beach-Erlebnis. Seit einem Zwischenfall im vergangenen Jahr war darüber spekuliert worden, ob man den Strand für die Aviatikfans sperrt. Eine Frau hatte sich an den Zaun gestellt, welcher die Landebahn vom Strand trennt. Sie hielt sich am Zaun fest, um den Schub eines Airbus A320 vor dem Start mitzubekommen. Doch der war zu stark für sie. Er blies sie um und die Frau knallte auf einen Betonabsperrung. Zum Glück trug sie nur eine leichte Kopfverletzung und eine Strafe davon.

Doch der Strand bleibt wie er ist, berichtet das Fachportal Airline Reporter nach einer Pressekonferenz der Flughafenbetreiber. Man werde die aktuellen Warnschilder vor dem Schub der Flieger mit deutlicheren ersetzen. Gegen die Adrenalinjunkies könne man nichts unternehmen, hieß es weiter. Die Luftfahrtfans bekommen auf der neuen Webseite des Airports von St. Maarten sogar eine eigene Plattform, auf der sie spektakulären Starts und Landungen in Videos posten können.

 


Comments powered by Disqus

Anzeige

marcopolo-logo Kopie.jpg

Anzeige

Newsletter Abonnieren


folgen sie uns auf twitter

Kommentar-Regeln: Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem oder beleidigendem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung.