Mit Spezialbeton gegen Katastrophen

Eigentlich gäbe es bereits eine patentierte Lösung für dieses Problem: Engineered Materials Arresting System oder Emas nennt sich die bauliche Maßnahme an Flughäfen, welche Flugzeuge vor Katastrophen bewahren soll. Am Ende der Landebahn wird dazu ein Bereich aus stark Energie absorbierendem Beton angebaut, welcher Jets im Notfall automatisch und ohne jeglichen Schaden stoppen kann. Das Fahrwerk des Flugzeugs sinkt einfach in den Beton ein und das Flugzeug wird so zum Halt gebracht. Laut dem Hersteller Zodiac Aerospace hätte mit Emas etwa auch das Unglück von Air France Flug AF358 im August 2005 verhindert werden können. Damals schoss ein Airbus in Toronto über die Landebahn hinaus und ging in Flammen auf. Niemand wurde dabei verletzt.
Nirgends obligatorisch
Überraschenderweise ist Emas jedoch kein obligatorisches Sicherheitssystem an Flughäfen - weder in den USA, noch in Europa oder Asien. Ende 2010 waren gerade einmal 51 Landepisten auf 35 Flughäfen in den Vereinigten Staaten mit Emas ausgerüstet, unter ihnen der große New York John F. Kennedy Airport. Außerhalb der USA sind nur Madrid-Barajas in Spanien und Jiuzhai Huanglong in China mit dem System ausgestattet.Anzeige
Meistgelesen
Newsletter Abonnieren
Anzeige
Luftfahrt-Rankings
folgen sie uns auf twitter
Kommentar-Regeln: Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem oder beleidigendem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung.


