Wirbel um Flug von Bangkok Airways

Nachdem sich die Gerüchte über die Schießerei immer weiter verbreiteten, klang es dann aber plötzlich ganz anders. Thailands Premierministerin Yingluck Shinawatra erklärte am Freitag öffentlich, es habe keine Schüsse auf das Passagierflugzeug gegeben. Und auch die Armee und kambodschanische Behörden hätten den Vorfall dementiert. Bangkok Airways habe ebenfalls nichts von Schüssen mitbekommen und auch keinen Schaden am Flieger bemerkt, so Shinawatra weiter. Die Fluggesellschaft fliegt täglich mehrmals mit ATR72 und Airbus A320 von der thailändischen Hauptstadt aus den kambodschanischen Flughafen Siem Reap an. Einer der Flüge soll nun letzte Woche im Grenzgebiet zwischen den beiden Ländern im Zentrum des Vorfalls gestanden haben. Am Abend soll schlechtes Wetter geherrscht haben.
Umstrittenes Grenzgebiet
Die Lösung des Rätsels um die nächtlichen Schüsse könnte in der Politik liegen. Zwischen Kambodscha und Thailand kommt es immer wieder zu Scharmützeln. Dabei geht es um den Tempel Preah Vihear oder Khao Phra Viharn, wie in die Thais nennen. Er steht auf der Grenze zwischen den Ländern. Beide beanspruchen das Monument aus dem 11. Jahrhundert für sich. Ein internationales Gericht sprach ihn 1962 zwar Kambodscha zu, doch es äußerte sich nicht über das Land in der Umgebung. Und um das wird denn auch nun gestritten. In beiden Ländern wird der Tempel auch von Nationalisten für politische Zwecke eingesetzt. In den letzten Wochen hat sich die Lage indes beruhigt. Insofern ist beiden Ländern daran gelegen, jegliche Eskalation zu vermeiden.
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