Branson wettert gegen British Airways

Der Kauf für rund 210 Millionen Euro gäbe British Airways die absolute Marktdominanz am Flughafen London Heathrow und das müsse dringend verhindert werden. Zwar hat die EU dem Kauf von British Midlands Konditionen auferlegt: Die Airline muss 14 tägliche Start- und Landerechte aufgeben, damit die Konkurrenzverhältnisse im Lot bleiben. Doch das sei absolut ungenügend, so der Virgin-Chef. Die Airline müsste sehr viel mehr Slots zurückgeben. Die Dominanz von British mit BMI führe dazu, dass die Preise nicht mehr sinken und nicht mehr in eine Verbesserung des Angebots investiert werde. «In einer solchen Situation leiden die Passagiere, die Branche und das Land» so Branson.
Von IAG überboten
Virgin Atlantic war im Jahr 2011 mit 5,3 Millionen beförderten Passagieren die achtgrößte Airline im Vereinigten Königreich. Sie hält nur 3 Prozent der Landeslots in Heathrow. Auch Virgin Atlantic hatte BMI übernehmen wollen, doch IAG hatte Branson im vergangenen Jahr überboten. Seitdem macht der Milliardär immer wieder Stimmung gegen den Kauf. Laut eigenen Angaben will IAG den Kauf bin zum 20. April abschließen. Anfang des Monats hatte Branson daher bereits mit einer Klage gedroht. Doch wirklich ernst nimmt man den Streit bei der Konkurrenz nicht: Die Vorwürfe, eine Übernahme sei schlecht für die Industrie und für die Passagiere sei schlicht «Nonsens», konterte IAG-Chef Willie Walsh schon im Dezember vergangenen Jahres in der britischen Zeitung The Telegraph.
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