Wankelmütiger Qatar-Airways-Chef

Doch Al Baker sah das anders: «Nein, wir haben keine solchen Pläne. Das sind alles nur Gerüchte», wiegelte er ab. Es schien, als würde somit immer noch keiner der drei großen Fluggesellschaften vom Golf bereit sein für ein Bündnis. Bei Emirates glaubt man jedenfalls grundsätzlich nicht an das Konzept. Ein Beitritt würde das eigene Unternehmen nur schwächen, glaubt Chef Tim Clark. Etihad formt sich durch zahlreiche Beteiligungen und Code-Share-Abkommen sein eigenes kleines Netz. Allianzen werden da überflüssig.
Attraktiver Partner
Doch Al Baker macht den Allianzen nun wieder Hoffnung, wenngleich nicht nur Oneworld ein Kandidat wäre, scheint es. Man schaue sich sämtliche Zusammenschlüsse an, heißt es. Schließlich sei so etwas keine Einbahnstraße. Wenn der Beitritt das eigene Wachstum aufhalte, mache er keinen Sinn. Und das ist derzeit eindrücklich. Momentan fliegt Qatar mit 111 Fliegern an 118 Destinationen. Doch die Zahl der ausstehenden Bestellungen ist enorm. Qatar-Orders für 250 Jets im Wert von 50 Milliarden Dollar stehen noch in den Büchern der Hersteller. Allein in den nächsten sechs Monaten will die Airline sechs neue Destinationen ins Streckennetz aufnehmen.
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