Luxair wieder in Staatshänden

Die Anteile der Schweizer übernimmt das Großherzogtum. Damit gerät die Luxair Group wieder voll unter Staatskontrolle. Bislang war Luxemburg direkt mit 26,85 Prozent beteiligt, über das staatliche Geldhaus Banque et Caisse d’Epargne de l’Etat hielt es weitere 21,81 Prozent der Aktien. Und via der Banque Internationale à Luxembourg, an der der Staat mit einem Zehntel beteiligt ist, kamen nochmals 1,31 Prozent hinzu. Damit kontrollierte die Regierung bislang direkt und indirekt 49,97 Prozent der Aktien. Künftig werden es 62,06 Prozent sein. Das Ausscheiden eines strategischen Partners wie Panalpina gebe zu denken, insbesondere bezüglich des Ausbaus Luxemburgs als Logistik-Standort, kommentierte Gewerkschaftssekretär Hubert Hollerich gegenüber der Zeitung Tageblatt. Zugleich zeigte er sich aber glücklich, dass die Anteile nicht an einen Finanzinvestor gegangen seien.
400 Millionen Umsatz
Die Luxair Group besteht aus fünf Bereichen. Zentrale Pfeiler sind die Fluglinie Luxair mit 16 Flugzeugen und die Frachtgesellschaft Luxair Cargo. Daneben betreibt das Unternehmen ein Bodenabfertigungs- und Cateringgeschäft, einen Reiseveranstalter und vier Flughafenboutiquen. Die Gruppe erzielt mit 2300 Mitarbeitenden rund 400 Millionen Euro Umsatz pro Jahr.
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