Oxford verliert letzte Linienflüge

Stefan Eiselin
Flieger von Minoan Air: Weg aus Großbritannien.
Flieger von Minoan Air: Weg aus Großbritannien.
Minoan Air

Die griechische Minoan Air streicht alle Flüge am britischen Flughafen. Schuld sei das Management des Oxford Airport mit seiner Unflexibilität. 

Vor fünf Monaten war man noch voller Zuversicht. Die Analyse habe ergeben, dass der London Oxford Airport ideal sei, um die Expansion im Inlandsmarkt Großbritanniens zu starten. Doch nun sieht plötzlich alles ganz anders aus. Die griechische Minoan Air schließt am 4. August ihrer Basis am britischen Regionalflughafen schon wieder, die Anfang März eröffnet worden war. Man habe sich nicht mit dem Management über Bedingungen einigen können, welche für einen vernünftigen Betrieb zentral gewesen wären, erklärte ein Sprecher gegenüber der Lokalzeitung Oxford Mail. Dabei habe immer alles habe perfekt geklappt. «99,75 Pünktlichkeit, fast 500 Flüge, mehr als 6000 Passagiere und mehr als einer Million Pfund an Investitionen - wir bedauern den Rückzug sehr.»

Minoan hatte im März am Regionalflughafen eine neue Basis eröffnet und dort eine Fokker 50 mit 50 Sitzplätzen stationiert. Sie bot damit fünf Mal wöchentlich Flüge nach Dublin und sechs Mal pro Woche Flüge nach Edinburgh an. Ursprünglich waren gar einmal zusätzliche Verbindungen nach Amsterdam, Kopenhagen und München und eine Aufstockung der Basis auf drei Maschinen geplant.

Suche nach neuem Anbieter

«Mit Bedauern» müsse man nun die Einstellung der Flüge durch Minoan bekannt geben, so der London Oxford Airport. Man sei «sehr enttäuscht». Man versuche nun den Anbieter möglichst schnell durch einen anderen zu ersetzen. Denn momentan steht der Flughafen ohne Linienverbindungen da. Die britische Links Air kündigte zwar an, Mitte Mai mit einer BAe Jetstream 31 Flüge nach Belfast, Guernsey und Jersey aufzunehmen. Doch bislang wurde der Betrieb noch nicht aufgenommen.


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