Letzte Aktualisierung: 20:22 Uhr

Basis Lüttich

Neue Fracht-Airline für Belgien

Die israelische Frachtgesellschaft Cargo Air Lines ist nicht in allen Staaten des Nahen Ostens willkommen. Der Chef will deshalb eine Firma im belgischen Lüttich gründen.

Cargo Air Lines

CAL-Terminal in Lüttich: Der Sitz in Belgien wäre ideal.

Die kleine Fluggesellschaft Cargo Air Lines (CAL) ist mit ihren drei Boeing 747-400F auf Spezialtransporte spezialisiert. Dazu gehören Gefahrgut, Schnittblumen, Kunst oder auch Tiere wie Rennpferde. Gerade solche Fracht wird in den arabischen Ländern des Nahen Ostens zunehmend nachgefragt. Der bisherige Sitz in Israel ist allerdings dafür nicht ideal.

Die in Tel Aviv beheimatete Fluggesellschaft arbeitet daher an der Gründung einer rechtlich unabhängigen Frachtairline in Belgien. Das sagte Chef Ofer Gilboa aus Anlass des Staatsbesuchs des belgischen Premiers Charles Michel in Israel.

Hotel für Rennpferde

CAL operiert seit 1997 vom Flughafen Lüttich-Bierset aus. Dort betreibt CAL außerdem bereits ein «Hotel» für Rennpferde. Lüttich beherbergt das Luftfrachtzentrum von ASL Airlines Belgium (ehemals TNT Airways) und ist damit ein wichtiges Drehkreuz der europäischen Aircargo-Industrie.

Für die Neugründung will CAL ein zusätzliches Flugzeug besorgen und 30 neue Arbeitsplätze schaffen. Die nötigen Genehmigungen sollen bis im Juni da sein. CAL beschäftigt heute etwa 300 Angestellte. Längerfristig sei auch der Kauf eines fünften Fliegers und die Schaffung von bis zu 150 Arbeitsplätzen möglich, berichtete die belgische Zeitung L’Echo. Nachdem in den letzten Jahren mehrere Passagierfluggesellschaften den Flughafen verlassen haben, wäre dies eine sehr gute Nachricht für Lüttich und den Vorort Bierset.



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem oder beleidigendem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.