Letzte Aktualisierung: 21:21 Uhr

Kauf von Alitalia

Lufthansa und Easyjet kreisen über Rom

Der deutsche Luftfahrtkonzern und der britische Billigflieger sind Favoriten bei der Übernahme von Alitalia. Doch weder Lufthansa noch Easyjet oder sonst wer will das ganze Unternehmen übernehmen.

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Flieger von Lufthansa und Alitalia: Gehören sie bald zum gleichen Konzern?

Eine Delegation von Lufthansa ist vergangene Woche nach Rom gereist. Dort haben die Deutschen in einer Anwaltskanzlei Luigi Gubitosi und die zwei anderen Insolvenzverwalter von Alitalia getroffen. Die Verhandlungen dauerten bis am Freitagmorgen (17. November), wie die Zeitung Il Messaggero schreibt.

Nachdem früher einmal ein Betrag von 500 Millionen Euro genannt worden war, den Lufthansa für Alitalia angeblich zahlen will, wird nun gemäß Il Messaggero von 250 Millionen gesprochen, die bei Erreichen gewisser Ziele auf 500 Millionen verdoppelt werden können. Das halten die Insolvenzverwalter für zuwenig. Ebenso pochen sie offenbar auf einen reduzierten Stellenabbau. Unbestätigten Berichten zufolge soll Lufthansa planen, die Zahl der Angestellten von 12.000 auf 6000 zu halbieren.

Weitere Gespräche

Lufthansa hatte im Oktober bestätigt, ein konkretes Angebot für Alitalia abgegeben zu haben. Sie will demnach nur den Flugbetrieb übernehmen. Allerdings will die deutsche Fluggesellschaft auch davon nicht alles übernehmen. Sie habe «Interesse nur an Teilen des weltweiten Netzverkehrs und des europäischen Punkt-zu-Punkt-Verkehrs», so Lufthansa damals.

Nun sprechen Gubitosi und seine zwei Kollegen mit den anderen Interessenten. Einzige im Rennen verbliebene Fluggesellschaft ist Easyjet. Daneben hat auch der amerikanische Finanzriese Cerberus eine Offerte abgegeben. Auch zeigen die beiden italienischen Bodenabfertiger Airport Handling und Alisud konkretes Interesse.

Zerschlagung wahrscheinlich

Während die vom Staat eingesetzten Verwalter Alitalia gerne in einem Stück verkaufen möchten, hat wohl keiner der Kandidaten wirklich Interesse daran, Alitalia so zu belassen, wie das Unternehmen heute aufgestellt ist. Eine Zerschlagung ist daher wahrscheinlich.

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