Air France verteidigt sich

Am Samstag hatte Fabius die Landung offen als «enorme Dummheit» bezeichnet. Der Airbus der französischen Fluggesellschaft mit 174 Fluggästen und elf Besatzungsmitgliedern an Bord konnte am letzten Mittwochabend wegen Unruhen um den Flughafen nicht wie geplant in Beirut landen. Die Crew musste daraufhin in Syrien absetzen, um das Flugzeug wieder zu betanken.
Schwierige Kommunikation
Gegen die Kritik wehrte sich nun Air France. Die Umstände hätten dem Kapitän keine andere Wahl gelassen. Er habe zuerst nach Amman fliegen wollen. Die jordanische Hauptstadt ist zusammen mit Kairo und Larnaca der Ausweichflughafen für Beirut. Doch der syrische Fluglotse wollte dem Piloten keine Bewilligung zum direkten Überflug von Beirut nach Amman geben. Er habe ein Abdrehen um 270 Grad verlangt, statt 90 Grad wie es die Crew wollte, erklärte ein Air-France-Sprecher am Montag gegenüber dem französischen Magazin Le Point. Die Kommunikation mit dem Lotsen habe sich «schwierig gestaltet». Für die verlangte Route habe man dann nicht mehr genug Kerosin an Bord gehabt. Daraufhin sei Damaskus als letzte mögliche Destination verblieben. Im Übrigen habe man während der gesamten kritischen Phase mit dem Krisenzentrum des Außenministeriums in Kontakt gestanden.
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