Letzte Aktualisierung: 7:55 Uhr

Kampf gegen Golfairlines

Fedex, Jetblue und Co. gegen American, Delta und United

Unternehmen der Reisebranche - darunter Fluglinien wie Alaska Air, Jetblue oder Fedex - haben in einem offenen Brief die Regierung der USA aufgefordert, nicht auf die Bitte von American, Delta und United einzugehen.

Jetblue

320 von Jetblue: Die Airline zieht zusammen mit anderen US-Firmen am gleichen Strang.

Seit Jahren zieht sich der Krieg der Worte zwischen US- und Golfarlines nun schon hin. Wirklich passiert ist aber noch nichts – das lag lange auch daran, dass Barack Obama eine liberale Wirtschaftspolitik verfolgte. Nicht so Donald Trump. Daher erhoffen sich Delta, United und American denn auch Hilfe von der aktuellen Regierung.

Die großen US-Anbieter fordern, die Streckenrechte der Golfairlines einzuschränken, welche ihnen durch das Open-Skies-Abkommen gewährt werden. Schon öfter kam vor allem aus der Reisebranche Gegenwind zu den Forderungen der großen Drei aus den USA. Das Open-Skies-Abkommen habe viele Jobs geschaffen und müsse daher erhalten bleiben.

Fedex und Hotels

Nun verschaffen die Verteidiger der Golfanbieter ihren Forderungen auch nochmals Nachdruck. In einem offenen Brief an die Regierung fordern 28 Unternehmen aus der Reise und Transportbranche die Regierung auf, am Open-Skies-Abkommen festzuhalten. Darunter sind große Namen wie etwa der Nordamerika-Arm des internationalen Flughafenverbands Airport Council International. Auch Hotels gehören zu den Unterzeichnern so wie Frachtunternehmen wie Fedex oder Atlas Air.

Sie, so heißt es in dem Brief, hätten enorm vom Open-Skies-Abkommen profitiert, da sie dadurch zahlreiche lukrative Routen aufnehmen konnten. Sollten die USA nun die Golfanbieter einschränken, fürchten die Frachtairlines Gegenmaßnahmen vom Golf, die ihnen hohe Verluste einhandeln könnten.

Auch Passagierairlines

Nicht nur Fracht-, auch Passagierairlines unterzeichneten den Brief. So etwa Alaska Airlines oder Jetblue. Durch die Passagiere, die Emirates, Etihad Airways und Qatar Airways ins Land bringen, erhalten diese immerhin potenzielle Inlandspassagiere. Insgesamt seien durch das Abkommen Millionen Jobs geschaffen worden.

«Es ist ziemlich traurig, dass ein paar Leute bereit sind, das finanzielle Wohlergehen der amerikanischen Luftfahrt und die 1,2 Millionen Jobs, die daran hängen, aufs Spiel zu setzen», heißt es im Brief. Die restliche Reisebranche mit einberechnet würden sogar 15 Millionen Jobs vom Abkommen abhängen.

Jobs in Gefahr

«Drei US-Airlines» würden Jobs aufs Spiel setzen, ohne sich an die Regeln zu halten, so das Schreiben. Immer wieder hätte es die Vorwürfe gegeben, dass Golfanbieter unfaire Subventionen erhalten. Dennoch hätten die Kritiker nie von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, auf dem offiziellen Weg beim Transportministerium Beschwerde einzureichen. Die Unterzeichner fordern American, Delta und United daher auf, das nun zu tun – oder ihre Lobbyarbeit aufzugeben.



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