Iran setzt Airlines Ultimatum

Laura Frommberg
Flieger von Mahan in Teheran: Tickets wurden teurer
Flieger von Mahan in Teheran: Tickets wurden teurer
Pemies/Wikimedia/CC

Die iranischen Fluggesellschaften stehen beim Staat knietief in der Kreide. Nun will die Regierung das Geld umgehend sehen - sonst droht das Grounding.

Um die 200 Millionen Dollar schulden iranische Fluggesellschaften dem Ölministerium des Landes. Im vergangenen Jahr hatte der Staat die Preise für Treibstoff massiv erhöht. Um 83 Prozent stiegen sie auf umgerechnet rund 1.40 Euro pro Liter. In der Folge verschuldeten sich die Airlines offenbar massiv bei der Regierung. Die will das Geld aber jetzt ziemlich schnell sehen. Die Fluggesellschaften müssen innerhalb von sieben Tagen zahlen. Sonst droht ihnen das verordnete Grounding, berichtet die Zeitung Lebanon Daily Star

Das kommt für die Fluglinien zur Unzeit. Neben der Treibstoff-Verteuerung entzog ihnen die Regierung außerdem Wechselkurs-Vorteile, die sie vorher noch hatten. So wird der Bezug von Ersatzteilen immer teurer. Und an die kommen die Fluggesellschaften aufgrund der harten Sanktionen des Westens schon schwierig.

Ticketpreise verdoppelt

Auch mit höheren Ticketpreisen konnten die Airlines dem Problem offenbar nicht begegnen. Im November hatte etwa Iran Air die Preise auf internationalen Routen verdoppelt. Als Gründe nannte die Airline die Kerosinkosten und die Schwäche des iranischen Rial.

Welche Fluggesellschaften genau von der Drohung der Regierung betroffen sind, ist unklar. Doch gemäß verschiedenen Medienberichten aus dem Land sind unter anderem Mahan, Aseman und Zagros im Visier der Behörden.

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