Indien: Alle Airlines zur Prüfung

Und das hat die Behörde offenbar auch vor. Sämtliche Fluggesellschaften des Landes wird sie nun überprüfen um herauszufinden, ob die prekäre finanzielle Situation in denen sie zumeist stecken, sich auf ihre Sicherheit auswirkt. Die Entscheidung, statt einer Finanzprüfung eine Prüfung der Sicherheit durchzuführen zeigt, dass man bei der Regierung langsam fürchtet, dass sich der Geldmangel zu einem Sicherheitsrisiko ausweitet. Noch in diesem Monat will man mit der Arbeit beginnen, im nächsten soll sie fertiggestellt sein. Sämtliche Bestandteile des Betriebs einer Fluggesellschaft werden Experten durchleuchten.
Spezialteams machen Überraschungsbesuche
In Spezialteams werden Begutachter des Directorate General of Civil Aviation den Fluglinien unangekündigt Besuche abstatten. Die Experten stammen aus dem Trainingsbereich, der Lizenzvergabe, dem Flugbetrieb oder der Sicherheitsabteilung. Es sei ein bisschen wie ein Ganzkörperscan, berichten eingeweihte Quellen der Times of India. Dann erstellen die Teams Listen die festhalten, was die Fluglinien in einer bestimmten Zeit verbessern müssen, um den Standards wieder gerecht zu werden.
Den Fluggesellschaften des Landes geht es schlecht. Fast alle von ihnen schreiben Verluste und haben mit hohen Steuern und hohen Kosten für Kerosin zu kämpfen. Trotz eines rasanten Passagierwachstums sind sie nicht in der Lage, davon zu profitieren. Besonders schlecht geht es der Staatsairline Air India sowie der privaten Kingfisher. Beide sind schon länger nicht mehr in der Lage, ihre Angestellten zu bezahlen. Die Luftfahrtbehörde hat die Flotte von Kingfisher bereits enorm dezimiert. Von über 60 Fliegern heben nur noch etwa ein Dutzend ab. Auch hier waren Zweifel am Sicherheitsstandard der Grund.
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