Wie man sich vor dem Lärm schützt
Ich habe selbst einmal gemessen: Der Lärmpegel in einem A-320-Cockpit liegt zwischen 78-88 Dezibel. Beim Start ist er sehr hoch. Im Reiseflug dann sinkt er wieder, da der Luftdruck sinkt. Wenn 88 Dezibel Lärm mehr als vier Stunden auf das Gehör wirken, kann man sogar mit Gehörschäden rechnen. Davon sind wir Piloten zwar noch entfernt, aber vorsichtig müssen wir schon sein. Die Unfallversicherer schreiben oft vor, dass der Arbeitgeber schon bei einer Lärmbelastung von über 85 Dezibel an einzelnen Tagen einen Hörschutz zur Verfügung stellen muss.
Gehörschutz
Die Piloten werden je nach Airlines mit verschiedenem Material ausgerüstet. Es gibt Piloten, welche nur mit Active-Noise Headsets fliegen. Das sind Kopfhörer, welche den Lärm wegfiltern. Das Kommunizieren im Cockpit geschieht dann übers Interphone – also auch via Kopfhörer. Bei anderen Airlines wird das Thema vernachlässigt. Piloten fliegen ohne Gehörschutz und müssen dementsprechend die Lautstärke des Funk stark aufdrehen.
Trotzdem kaufen sich viele Piloten auf eigene Kosten einen Gehörschutz mit einem speziellem Filter. Mit diesem versteht man den Funk zwar noch, die Triebwerkgeräusche stören aber nicht so. Ein Gehörschutz ist im Cockpit eigentlich angebracht. Es gab Studien, die beweisen, dass Piloten durch den Lärm viel schneller Müde und gereizt werden. Dadurch nimmt die Fehlerquelle zu. Auch ich trage deshalb ab und zu einen Gehörschutz.

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