Stark wie Flasche leer

Stefan Eiselin
Der neue Automat in Frankfurt: Gutes tun beim Entsorgen.
Der neue Automat in Frankfurt: Gutes tun beim Entsorgen.
Fraport

Der Flughafen Frankfurt  versucht das Problem Getränke und Sicherheitskontrolle mit Recycling-Automaten zu lösen. San Francisco geht anders vor.

Eigentlich müsste man es wissen und doch bringt man immer wieder eine volle Getränkeflasche mit zur Sicherheitskontrolle. Dort heißt es dann austrinken oder wegwerfen. Tonnen von unnötigem Abfall kommen so zusammen. Und bei den Reisenden bleibt ein Frust zurück. Diverse Flughäfen versuchen deshalb, das Erlebnis etwas angenehmer zu machen. Frankfurt etwa versucht es mit dem guten Gewissen. Der Airport stellte in seinem Abflugbereich einen grünen Recyclingautomaten auf. Passagiere können dort ihre Flaschen einwerfen und dabei auf eine von vier Tasten drücken. Denn das Pfand oder auch der Restwert des Materials geht an wohltätige Organisationen. Unterstützt werden kann der WWF, Luftfahrt ohne Grenzen, die Frankfurter Tafel oder die Obdachlosenhilfe Franziskustreff.

Die Resonanz sei positiv, sagt Projektverantwortliche Veronika Iseler. Noch aber werde der Automat vor allem von Deutschen genutzt, welche die Idee des Recyclings bestens kennen. Durch neue Standorte und besserer Beschriftung sollen nun auch  der Rest der Reisenden zur Teilnahme motiviert werden. «Wenn sich die Akzeptanz des Spendenautomaten weiter so positiv entwickelt, wird das Rückgabesystem auf weitere Standorte am Flughafen ausgeweitet», so Iseler.

Nach der Kontrolle auffüllen

Noch etwas praktischer denkt der Flughafen von San Francisco. Er ließ im Frühjahr 15 Wasserspender aufstellen. Passagiere sollen ihre eigenen, leeren Flaschen mitbringen und nach der Sicherheitskontrolle wieder auffüllen können. Hydration Stations nennen sich die speziellen Trinkwasser-Brunnen.


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