Die Profiteure der Pleite von Malev

Auf Kundenfang geht auch Easyjet. Die Briten fliegen ab Budapest acht Ziele unter anderem in Großbritannien, Deutschland und der Schweiz an. Auch sie nehmen nun Malev-Reisende für eine kleine Gebühr auf ihren Flügen auf. Auch die deutschen Fluggesellschaften springen in die Lücke. Air Berlin fliegt neu ab der deutschen Hauptstadt täglich nach Budapest. Germanwings erhöht die Frequenz ab Stuttgart zum Airport Liszt Ferenc auf zwei pro Werktag und eine am Wochenende. Lufthansa fliegt ab sofort täglich von Hamburg und Berlin nach Budapest, ab dem Sommerflugplan dann gar zwei Mal.
Irisches Tempo
Besonders Gas gibt aber Ryanair. Im Januar nahmen die Iren den Betrieb in Budapest mit fünf Strecken auf. Sie bedienten ab Ungarn Birmingham, Bologna, Bristol, Dublin und Londres Stansted. Am Freitag kündigten sie auf einen Schlag gleich 26 neue Routen an. Vier Flieger würden neu am Flughafen Liszt Ferenc stationiert. Die Iren rechnen mit rund zwei Millionen Passagieren in Ungarn. Dennoch: Malev bot ab Budapest 27 Monopolstrecken an. Der Flughafen selbst rechnet damit, dass rund zwanzig davon niemand übernehmen wird.


