C-Series: Vollgas zum Erstflug

An welchen Kunden die erste Maschine geht, ist derzeit noch nicht bekannt. Das neue Flugzeug hat aber schon einen prestigeträchtigen Erstkäufer. Die deutsche Lufthansa bestellte 30 Jets des Typs CS100 für ihre Schweizer Tochter Swiss. Sie sollen ab 2014 zur Flotte stoßen. Insgesamt 352 Bestellungen, davon 138 feste, vermeldete Bombardier bislang für den Flieger. Er soll das Duopol von Boeing und Airbus aufbrechen – oder zumindest anbrechen. Bombardier will mit der C-Series-Linie eine ernsthafte Konkurrenz für die Single-Aisle-Flieger der beiden dominierenden Produzenten bieten. Mit Platz für 110 bis 150 Passagiere würde er die verkaufsstarken Kurz- und Mittelstreckenflieger A320 und B737 angreifen. Bombardier nennt als Vorteil ihrer C-Series, dass die neuen Flugzeuge etwa 15 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen als die Produkte der Konkurrenz.
Eng, aber machbar
In der Branche hatte man zuletzt Zweifel daran, dass Bombardier de Zeitplan für das C-Series-Programm überhaupt einhalten kann. «Wir sind besorgt um die Beständigkeit des Projekts», erklärte im Februar noch Bryan Bedford, Chef von Republic Airways, die 40 Flieger bestellte. Doch bei Bombardier sieht man dazu keinen Grund. Der Zeitplan sei zwar sehr eng, doch man befinde sich im Plan. «Noch in diesem Jahr planen wir den Erstflug», erklärt ein Sprecher des Produzenten, «der Markt erwartet das von uns.» Der Auslieferungstermin Ende nächsten Jahres bleibe also bestehen. Die Langversion CS300 soll Anfang 2014 bereit zur Auslieferung sein.
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