Airlines streichen Flüge in den Iran

Auch KLM erklärte kürzlich, zukünftig nicht mehr in den Iran zu fliegen. Beide Fluggesellschaften beeilten sich, zu versichern, das habe keine politischen Gründe. Schuld an der Entscheidung sei ausschließlich die wirtschaftliche Situation im Land. Die iranische Kaufkraft nahm in den letzten Monaten immer mehr ab. Kaum jemand im Land kann sich die Flüge noch leisten. Die Strecke sei daher unprofitabel geworden, so beide Airlines.
Wirtschaftliche Gründe
Austrian Airlines stellte die Flüge bereits am Sonntag (13. Januar) ein. Air France und KLM fliegen noch bis April nach Teheran. Beide Anbieter waren die Strecke viermal in der Woche geflogen. Nun verbleiben nur noch Lufthansa und Alitalia als westeuropäische Anbieter. Man werde die fünfmal wöchentlichen Flüge nicht einstellen, versicherte ein Lufthansa-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
Der iranische Rial verlor im vergangenen Jahr rund zwei Drittel seines Wertes gegenüber dem Dollar. Ausländische Güter, eben auch Flugtickets, werden dadurch für die Bürger des Landes massiv verteuert. Sie greifen in der Folge lieber auf heimische Anbieter zurück. Doch auch die sind unter Druck. Iran Air und Co. erhöhten zuletzt ihre Ticketpreise massiv, weil die Regierung Subventionen beim Treibstoffbezug zurücknahm. Durch die Sanktionen des Westens ist es für sie außerdem schwierig, an Ersatzteile zu kommen.
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