Alarm bei Air Algérie

Der Firmenchef macht gleich mehrere Gründe für die alarmierende Situation aus. So sei die Infrastruktur zu Lande in den letzten Jahren stark verbessert worden. Dadurch werde im Inland weniger geflogen. Die Folge sei eine «relativ tiefe Auslastung» von weniger als 80 Prozent, so Boultif gemäß TSA weiter. Zudem sei mit der privaten Tassili Airlines ein neuer Konkurrent in den Markt eingetreten, der Air Algérie Kunden streitig macht. Und das scheint nicht schwer zu sein. Pünktlichkeit und Service an Bord und am Boden hätten in letzter Zeit abgenommen, konstatiert er selbst. So sei das bislang rentable Chartergeschäft inzwischen defizitär. Die Folge sei ein «alarmierender Anstieg» der Schulden gegenüber Lieferanten, so der Lenker von Air Algérie weiter.
Rekrutierung verbessern
Boultif will deshalb nun einen mehrjährigen Maßnahmenplan umsetzen. Zuerst soll dazu das Reporting verbessert werden um zu wissen, welcher Bereich wirklich wie viel Geld macht. Dann soll der Plan konkretisiert werden. Die Strategie wird entsprechend angepasst. Bei der Flottenerneuerung und bei der Rekrutierung von neuem Personal sei Air Algérie bislang viel zu wenig kohärent vorgegangen.
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