Air Canada: Lowcost nach Übersee

Lange habe Air Canada die verschiedensten Modelle aus aller Welt genauestens studiert. Auch fremde Investoren habe man in Erwägung gezogen. Doch das schloss man nach reiflicher Prüfung aus. Die Gesellschaft werde zu 100 Prozent zu Air Canada gehören, so Rousseau. Kooperationen mit anderen Anbietern seien aber dennoch weiter möglich. Management und Führung der neuen Tochter seien aber komplett abgegrenzt von der Muttergesellschaft. Nur so könne man den Low-Cost-Gedanken voll in die Unternehmensphilosophie integrieren. Schlussendlich ist das Ziel, die Flotte der Tochter auf 50 Flieger zu bringen. Doch bis man so weit komme, werde es noch einige Jahre dauern, so Rousseau laut der Nachrichtenagentur Reuters.
Sowohl Boeing- als auch Airbus-Jets
20 Boeing 767 und 30 Airbus A319 soll die Flotte aber am Ende zählen. Die Boeing-Jets sollen Transatlantik-Strecken abdecken, die momentan noch nicht im Flugplan von Air Canada stehen, berichtet die kanadische Zeitung The Star. Die Airbus-Flieger würden für USA- und Karibik-Flüge genutzt. Es sei möglich, dass einige davon bereits von Air Canada angeboten werden, jedoch nicht profitabel genug sind.
Wohin genau die Übersee-Flüge gehen werden, gab Rousseau noch nicht bekannt. Doch bereits zuvor wurde darauf spekuliert, dass Air Canada ihr Glück in der Boomregion Asien versuchen will. Brancheninsider vermuten, dass vom bisher international eher schwach aufgestellten Flughafen Vancouver aus Flüge nach und von China, Japan, Südkorea und andere asiatische Länder angeboten werden. Ein Vorbild könnte dabei das Modell der australischen Qantas sein. Mit dem Billiganbieter Jetstar fliegt sie eine Reihe von Zielen in Asien an und arbeitet damit mit verschiedenen lokalen Anbietern zusammen. Die neusten Expansionspläne der Australier zielen auf einen Anbieter, der von Hong Kong aus China, Japan und Südkorea bedient. Er soll aus einem Joint Venture mit China Eastern Airlines entstehen.
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