Air Baltic sucht Investoren

In der Wirtschaftszeitung Financial Times schaltete das lettische Transportministerium Anzeigen, die Investoren bis zum 1. November Zeit geben, ein nichtbindendes Gebot abzugeben. Bis zu einem Anteil von 50 minus einer Aktie können sich die Investoren beteiligen. Doch wie die Regierung der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, seien diese Anteile auch noch verhandelbar. Wie viel man mit dem Verkauf verdienen wolle, gibt sie nicht bekannt. Doch Interessenten gebe es schon einige. «Es hat bereits proaktives Interesse von verschiedener Seite gegeben», so eine Ministeriumssprecherin gegenüber AFP.
Erst vergangenes Jahr aufgestockt
Erst Ende vergangenen Jahres stockte die Regierung Lettlands nach einem langwierigen Streit mit Minderheitseigentümer Bertolt Flick ihren Anteil von 52,6 auf 99,8 Prozent auf. Nach einem Monate andauernden Gerangel warf Flick am 5. Oktober 2011 das Handtuch. Die Regierung hatte ihm zuvor Korruption und Intransparenz vorgeworfen. Nach ihm übernahm sein deutscher Landsmann Gauss die Geschäfte der Airline und fuhr ein hartes Restrukturierungsprogramm - das nun offenbar Früchte trägt. Air Baltic fliegt momentan mit 33 Fliegern 55 Destinationen an.
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